Brasiliens sicherheitspolitische Wachstumsschmerzen: immer noch ein "vegetarischer tiger"?

Brasilien ist 2012 die sechstgrößte Volkwirtschaft der Welt1, jeder zweite Südamerikaner ist Brasilianer, die Streitkräfte des Landes sind nach Personal 60 Prozent größer als die Bundeswehr3, und innerhalb des letzten Jahrzehnts sind unter dem brasilianischen Südatlantik Ölreserven gefunden worden, die die der gesamten Nordsee übertreffen. Brasiliens Politiker, allen voran der ehemalige Präsident Lula da Silva, haben sich das klare Ziel gesetzt, das wirtschaftliche Wachstum und die geographische Dominanz ihres Lands in strategische Macht umzumünzen. In diesem Bestreben zeigt der Kontinentalgigant typische Züge eines aufsteigenden Schwellenlandes, stößt gleichzeitig aber auch an die normativen Grenzen einer sicherheitspolitischen Kultur, die die traditionelle Machtausübung klar limitiert.

Kai Michael Kenkel,

http://www.topicos.de/fileadmin/pdf/2012/2/212_32-33_kenkel.pdf

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